Brief Nr.
1: Ich stelle mich vor 
   
 


Back to Table of Contents
In diesem ersten Brief stellen sich die Schüler/innen vor. Sie sollen dabei darüber informiert werden, dass ein solcher Brief weder ein Tagebuch loser  Ereignisse noch das Verzeichnis einzelner Antworten auf die Fragen des eigenen Briefpartners bzw. eines Fragebogens darstellen kann.                 

Zum geeigneten Briefwechseleinstieg gehört eine ausführliche Einführung zur korrekten Briefeinstellung (Briefkopf, Datum, Adresse, Absatzordnung). Will man E-Mails nach konventionellen Normen verfassen, so empfiehlt es sich, förmliche Unterschiede zwischen Brief und E-Mail festzustellen. Somit können manche Missverständnisse vermieden werden, die sonst im Zweitsprachunterricht bei der Verfassung eines herkömmlichen Briefs auftreten könnten.

Eine wichtige Voraussetzung zum erfolgreichen Briefwechselprojekt liegt darin, dass die Schüler unter dem Begriff „Brief“ einen konkreten  Meinungsaustausch verstehen. Sie sollen sich zwar durch den Briefwechsel   und anhand der neuen Medien ein „Bild“ anderer Länder und Kulturen machen: vom Webseitenaufbau, über die Teilnahme an Chat und Forumtätigkeiten, bis zum Materialienaustausch wie Digital- und Videoaufnahmen. 

Bereits beim ersten Briefkonzept wird den Schülern/innen eine Reihe von Mustersätzen zur Mitteilung ihrer  eigenen Informationen zur Verfügung gestellt.

Der somit entstehende Brief soll eine bündige Einleitung mit Auskünften über Namen, Geschlecht, Alter, Familie (mit Rücksicht auf die Privatsphäre des einzelnen Schülers), Charakter, Interessen, Aussehen, Angenehmes sowie Unangenehmes sein.

Dadurch dass auf solche Themen auch später eingegangen werden kann, ist an dieser Stelle eine genauere   Beschreibung nicht erforderlich.

Empfehlenswert ist es, den Brief vorher auf Schmierpapier zu planen, was eigentlich als Hausaufgabe erledigt werden kann. Wer zu Hause einen PC zur Verfügung hat, kann seinen Brief am Computer entwerfen und auf Diskette oder USB speichern (aufgepasst auf Viren!).

Nachdem jeder Brief verfasst und korrigiert worden ist, können die Schüler die endgültigen Brieftexte am Computer tippen oder auf entsprechende Speichermedien bearbeiten. Das endgültige Produkt kann schließlich auf Floppy oder im örtlichen Server (Intranet) gespeichert werden.

Der vorhin beschriebene Vorgang hängt natürlich vom Sprachniveau und von der Anzahl der vorhandenen PCs in der Schule sowie zu Hause ab. Bei sicherer bzw. fehlerfreier Verfassung der Brieftexte können die Schüler ohne weiteres am PC arbeiten. 

Die in den Schülerbriefen enthaltenen Inhalte sind von den Lehrern stets zu überprüfen, denn sie könnten – wenn auch gut gemeint – Missverständnisse hervorrufen, verletzlich für Kultur der Partner vorkommen und folglich für die Einstellung des Briefwechsels sorgen.

Ratsam ist es dann, dass die Schüler schon beim Briefschreiben zu Nachschlagewerken greifen können.

Weitere Tipps

Als Anlage können die Schüler Fotos oder Zeichnungen (Selbstporträts) von sich selbst mitschicken. Zu diesem Zweck können sie den Scanner oder die Digitalkamera verwenden, je nach Ausstattung der Schule und je nach Internetanschluss (ISDN, ADSL usw.)

Mittels Camcorder oder einer digitalen Fotokamera können die Schüler/Innen eine Videoaufnahme ihrer Klasse führen, wobei  jeder Schulfreund sich selbst vorstellt, indem Namen, Alter und ein Schlüsselwort zur eigenen Persönlichkeit angegeben werden. Die Videoaufnahme kann so über E-Mail, per Post geschickt werden oder auf der Webseite veröffentlicht werden. 

Machbar ist außerdem eine Videokonferenz.