Wie gehen Sie vor?


 


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Vergessen Sie nicht, dass jedes telematische Projekt und jede Einheit Ihres Teleprojektes eine gewisse Anzahl von Grundaktivitäten voraussetzt, die eine genaue Planung erfordern.

1. In der Klasse

Zuallererst muss man das Thema des nächsten Briefes, der auf dem Programm steht, vorstellen. Besprechen Sie,  das Thema des Briefes mit den Schülern und entscheiden Sie dann gemeinsam welche Schritte notwendig sind, um den Brief zu schreiben und welche Tätigkeiten man vorbereiten muss.

 2 Das Schreiben des Briefes

Die Schüler werden einen Entwurf mit einem Textverarbeitungsprogramm (Word) oder auf Papier schreiben. In der Folge werden Sie den Brief nach den vorher mit Ihrem Kollegen vereinbarten Kriterien verbessern.

3. Die E-mails

Die Briefe der Schüler werden per E-mail verschickt.

Wenn Probleme beim Schicken vorkommen, vergessen Sie nicht, dass Sie die Materialien auch durchs normale Post schicken können!

4. Die Empfangsbestätigung

Warten Sie auf die Empfangsbestätigung der E-mails Ihres Kollegen.

5. Tätigkeiten mit dem Partner

Die Partnerschule wird gleich vorgehen und wird die Briefe vorbereiten. Die Schüler beantworten die Briefe die sie erhalten haben.

6. Die E-mails

Die Partnerschule verschickt die verfassten Briefe.

7. Die Empfangsbestätigung

Sie werden den Erhalt der Briefe bestätigen.

8. Das Lesen der Briefe

Die Schüler lesen den erhaltenen Brief.

9. Die Tätigkeiten an den Schulen

Der Lehrer führt ein neues Thema ein, die Schüler beantworten die Fragen ihrer Partner und fügen neue hinzu und …

…. der Kreis fängt wieder von vorne an.


Bewertung

Es ist sehr wichtig, das Projekt während des Verlaufs und nach Abschluss mit den Schülern und Ihrem Kollegen zu bewerten.

·        Bei jedem Versand der Briefe informieren Sie sich gegenseitig über den Verlauf des Projektes indem Sie einen kurzen Kommentar anhängen.

·        Sie können jederzeit Botschaften schicken in denen Sie den Verlauf der Tätigkeiten oder die Probleme schildern, die Sie hatten. Wenn Abweichungen vom vorher Vereinbarten erfolgen, so können Sie dies in den E-mails besprechen (z.B. die Verschiebung der Abgabetermine, die Veränderung von Daten, von zu behandelnden Themen usw.).

·        Sie können sich entscheiden, ein Thema zu vertiefen oder nicht ( siehe z.B. Brief 8, welche auf 8a und 8b geteilt wurde).

·         Es kann vorkommen, dass z.B. ein fleißiger Schüler als Partner einen Schüler hat, der ganz kurze und geraffte Briefe schreibt. Zögert nicht den Partner zu wechseln, so dass der Austausch ausgewogener wird.

·        Eine Endbewertung ist ratsam. Eine E-mail-Evalutation ist möglich: auf den Internetseiten des ESP bzw. Goethe Institut kann man  diesbezüglich Informationen einholen (sowohl für Schüler als auch für Lehrer).

·         Die Lehrer und die Schüler können das Projekt auch während des Ablaufs mitverfolgen. Anregungen, Fragen und Ideen werden zur Verbesserung der Qualität des Projekts beitragen.


Eine goldene Regel!

 

Der “elektronische Postbote” ist ein großartiges Kommunikationsmittel. Aber für einen erfolgreichen Gebrauch sind besonders im Unterricht einige Regeln zu beachten.

Deshalb ist die erste Regel Nr. 1 vom ESP immer antworten!

Nichts ist frustrierender, als nicht zu wissen wie weit der Kollege mit der Arbeit gekommen ist oder keine E-mails zu erhalten. Es ist deshalb absolut unerlässlich Ihren Partner über E-mail, Fax oder Telefon zu informieren, warum man nicht geantwortet hat.


Ratschläge


 

  1. Bevor man anfängt, sollte man sicher sein, eine ausreichende Anzahl von Computern und genügend Zeit zur

Verfügung zu haben um das Projekt realisieren zu können. Wenn Ihnen die Zeit und/oder die Computer fehlen wird das Projekt schwer realisierbar sein. Sie brauchen selbstverständlich eine E-mail Adresse.

  1. Wenn Sie nicht wirklich informiert sind, wie Sie die Materialien anwenden können, bitten Sie jemanden um Erklärung. Die Schüler werden Ihnen zahlreiche Fragen stellen, und sie werden laufend mit neuen Problemen konfrontiert sein.
  2. Sie müssen mit Ihrem Kollegen entscheiden, welches die Mindestanzahl an Wörtern ist, die für jeden Brief vorgesehen ist. Kurze und geraffte Botschaften sind wenig motivierend, wenn Sie vorher sehr lange und ausführliche verschickt haben.
  3. Vereinbaren Sie ein Schema für den Versand der E-mails.

·        Teilen Sie so schnell, wie möglich die Ferientermine mit.

·        Lassen Sie wissen wieviele Briefe Sie versenden und bekommen wollen.

·        Sehen Sie nicht ein zu starres Schema vor, da es immer unvorhersehbare Ereignisse während des Schuljahres gibt.

·        Verwenden Sie die Seite “Details”, um die Informationen und die Ereignisse schriftlich festzuhalten.

  1.  Es ist nützlich die Kriterien für die Korrektur bereits vor Beginn des Projekts festzusetzen.

·        Ein Brief sollte zumindest verständlich sein, aber ein höheres Niveau der grammatikalischen Korrektheit könnte vorgesehen sein.

  1.  Man muss nicht alle 10 Themenvorschläge verwenden.

·        Die empfohlene Mindestanzahl ist 6.

·        Verwenden sie immer die Briefe 1 und 5 und als Abschluss den Brief 10. Sie können auch Brief nr. 6 und/oder 9 benützen.

  1. Nachdem Sie die Paare gebildet haben, erstellen Sie eine Liste mit den Namen Ihrer Studenten und ihrer Partner und schicken Sie sie Ihrem Kollegen.

Treffen Sie Vorsorge für den Fall, dass ein Schüler fehlt.

  1. Es ist sehr wichtig die Adresse, die Telefon- und Faxnummer der Schule zu haben mit der Sie in Kontakt sind. Es kann vorkommen, dass die Kommunikation per E-mail manchmal nicht funktioniert und es ist wichtig Ihren Kollegen auf anderem Wege kontaktieren zu können.
  2. Es kann nützlich sein, mit Ihren Schülern alle im Projekt vorgeschlagenen Themen, die Sie behandeln werden, flüchtig zu überfliegen.
  3. Nach dem ersten Thema ist es möglich einige persönliche Informationen hinzuzufügen. Für die Anfänger ist es aber natürlich immer notwendig, die bereitgestellte Vorlage zu verwenden, um in einer vollständigen und klaren Weise zu arbeiten.  
  4. Erklären Sie den Schülern, Hinweise auf Themen, die in den nachfolgenden Briefen noch behandelt werden, zu vermeiden.
  5. Die Liste der vorgeschlagenen Wörter und Ausdrücke ist sicher nicht vollständig. Sie können für Ihre Klasse immer neue und nützliche Wörter hinzufügen.  
  6. Machen Sie Kopien der abgesandten und erhaltenen Briefe. Beauftragen Sie Ihre  Schüler die Briefe in einer Mappe aufzubewahren bzw. eine eigene Dateien anzulegen oder machen Sie es selbst.  
  7. An einem bestimmten Punkt könnten die Schüler ihre Fotos, Posters, Broschüren usw. verschicken wollen. Weihnachten ist ein Zeitpunkt für eine solche Tätigkeit. Alle müssen jedoch beitragen. Die Schüler könnten Fotos von der Schule und von ihren Mitschülern an verschiedenen Orten der Schule machen. Ein Video könnte auch interessant sein. Eine kleine Szenenbearbeitung oder ein Kommentar könnte die Aktivität noch motivierender machen. Vergessen Sie nicht die Genehmigung der Weitergabe der Daten einzuholen so wie es im Ihrem Land vorgesehen ist.
  8. Versuchen Sie, wenn die Schüler ein Foto oder ein Video erhalten, die Reaktionen der Schüler zu lenken. Es kann sein, dass sich einige von Ihren Schülern  ihren Partner völlig anders vorgestellt haben.
  9. Die Briefe 5, 6 und 7 sind Fragebögen. Die Antworten liefern viele persönliche Details. Die zwei Klassen antworten gleichzeitig, daher ist es nicht notwendig auf eine Antwort zu warten. Es ist deshalb einfacher die E-mails im gleichen Moment zu schicken.
  10. Die Schüler können ihren Brief anfangen, wenn Sie als Lehrer meinen, dass der richtige Zeitpunkt hierfür da ist. Die Schüler können den Brief nach dem vorgegebenen Modell ausarbeiten und persönliche Details erst hinzufügen nachdem sie den ersten Brief des Partners erhalten haben. Diese Flexibilität ermöglicht die vom Projekt vorgesehenen Zeiträume zu verändern.
  11. Versuchen Sie einen guten Kontakt mit Ihrem Kollegen aufzubauen, indem Sie ihm regelmäßig schreiben. Dies wird für beide Seiten motivierend sein und den guten Ausgang des Projektes erleichtern.
  12. Vereinbaren Sie mit Ihrem Kollegen, ob Sie Ihren Schülern erlauben die privaten Adressen und Telefonnummern zu senden. Leider kann es manchmal zu unerfreulichen Vorfällen kommen.
  13. Bestätigen Sie immer die Ankunft der E-mails.
  14. Bewerten Sie die virtuelle Reise und entscheiden Sie gemeinsam, ob Sie das Projekt im nächsten Jahr fortführen wollen.

 

 


NB: Um das Lesen der Texte nicht zu erschweren, bevorzugte man hier lediglich die Form der Partner, der Kollege, der Schüler, anstatt der/die … Kollege/Kollegin… Mit der gewählten Form bezieht man sich natürlich auf Personen beiderlei Geschlechts.